Russland

Russland
Norwegens nördlichster Nachbar

 

Mit Russland hat Norwegen die kürzeste Grenze der drei Nachbarländer gemeinsam. Nur die Kommune Sør-Varanger im äußersten Nordosten der Fylke Finnmark grenzt an das Riesenreich im Osten. Norwegen hat Russland nie als Bedrohung empfunden, was auch mit der Grund ist, dass sich Norwegens Bevölkerung immer ablehnend dem Europäischen Bündnis gegenüber verhalten hat - im Gegensatz zu Finnland. Nur auf Svalbard ( Spitzbergen ) gab es Anfang des 20. Jahrhunderts zwischen den beiden Ländern Streitigkeiten über die Nutzungsrechte der Kohlevorkommen auf dieser Insel. Doch 1920 bekam Norwegen im Svalbard-Vertrag die volle Souveränität über die Inselgruppe zugesprochen, musste sich aber verpflichten, die wirtschaftlichen Aktivitäten der Russen zu erlauben.

Dankbar waren die Norweger der russischen Armee, als diese im Jahre 1944 Sør-Varanger von der deutschen Besatzung befreite. In Kirkenes ist der Roten Armee ein Denkmal gewidmet. Zu Zeiten des "Kalten Krieges" schlossen die Russen jedoch die Grenzen. Heute ist die Grenze wieder durchlässig. Von Kirkenes aus veranstaltet Pasvikturist AS Reisen mit Bahn, Bus und Flugzeug nach Russland. Das Visum erhält man direkt am Tage des Antrags.

Wir wollen hier Russland nicht ausführlich beschreiben, aber halten es doch für notwendig, einige Informationen zu dem nördlichsten Nachbarland zu geben.

Die Fotos der beiden Fotogalerien stellte uns freundlicherweise unser Freund Hermann Klein aus Attendorn im Sauerland zur Verfügung. Von seinen Tausenden Fotos ist es leider aus Platzgründen nur möglich, eine kleine - aber hervorragende - Auswahl zu zeigen.

Im Jahre 1999 nahm er an einer Schiffsreise flussabwärts auf dem Enisej ( Jenissej ), mit 4.130 Kilometer Länge einer der größten Ströme Sibiriens, teil. Seine Reise führte ihn in den autonomen Kreis Jamalo-Nenzen, der hauptsächlich noch von der gleichnamigen Urbevölkerung besiedelt wird.

Die Nenzen, die früher auch Juraken genannt wurden, bewohnen den Nordosten des europäischen Teils von Russland, von der Kanin-Halbinsel bis zum Westufer des Enisej. Diese verhältnismäßig kleine Volksgruppe ist die wichtigste Untergruppe der Samojeden. Unter diesem Begriff fasst man die Völker des östlichen Zweigs der uralischen Sprachengruppe zusammen, die in der subarktischen Tundra- oder Taigazone des europäischen Russland und Nord-West-Sibiriens leben. Die Nenzen sind Rentierzüchter, betreiben aber auch Fischfang und Pelztierjagd. Einige wohnen immer noch in konischen Stangenzelten.

Außer Sibirien bereiste Hobbyfotograf Hermann Klein in den letzten Jahren alle Kontinente dieser Erde. Ziele waren die Antarktis, Australien, Namibia, Alaska, Grönland und zuletzt im Jahre 2003 die Osterinsel.

 

 

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